Wer hasst es nicht?
WordPress zwingt Leute seit einigen Versionen dazu, automatische Updates (Aktualisierungen) der WordPress-Version zu akzeptieren. Anstatt jeden es selbst entscheiden zu lassen via Option wurde einfach mal wieder was einführt per Zwang.
Gerade für Leute, die komplexe Projekte betreuen oder für Agenturen, die viele Projekte haben oder für Leute mit Shops sind die automatischen Aktualisierungen extrem gefährlich.
Denn wenn irgendeine Erweiterung (ein „Plugin“) nicht mit der neuen WordPress-Version, die automatisch aktualisiert wurde, harmonisiert, ist die Seite „offlein“ und zerschossen. In Shops können Leute tage- oder wochenlang nicht bestellen. Internetzeitungen sind lange nicht lesbar. Hier gut beschrieben. Einfach zum Kotzen.
Es gibt aber eine Möglichkeit, via Kode in der WP-Config.php-Datei die gefährlichen automatischen Aktualisierungen abzuschalten.
Die Datei wp-config.php befindet sich im Hauptverzeichnis der WordPress-Installation.
Dort fügt man irgendwo diesen Kodeschnipsel ein. Der Uebersichtlichkeit halber idealerweise am Schluss, so sieht man auf einen Blick, welche Aenderungen man vorgenommen hat.
define('AUTOMATIC_UPDATER_DISABLED', true);
Unterschied zwischen Programmierkode und Bemerkungen / Notizen:
– Notzien stehen zwischen diesen Zeichen: /* und */ oder /** und **/ oder // und //
– wirksame Kodezeilen sind mit nichts eingeschlossen.
Beispiel
/** MySQL database password */
define('DB_PASSWORD', 'meinvollgeheimesdbpasswort');
Die obere Zeile ist bloß ein Kommentar, zur unteren Zeile, die eben das Datenbank-Passwort bestimmt (Obacht: Zeige das echte Passwort deiner wp-config.php keinem!)
Nun wirst du viele solcher Zeilen finden: Etliche define(‚KONSTANTE‘, ‚wertdieserkonstante‘) und Kommentare dazu.
TIPP
Kode am Schluss einfügen in die wp-config.php und:
Notiz hinzufügen, damit du später mal weist, warum das da steht, für was es gut ist.
/** verhindert alle ätzenden WP-Zangs-Aktualisierungen */
define('AUTOMATIC_UPDATER_DISABLED', true);
Speichern
Am Schluss das Speichern nicht vergessen oder wenn mit FTP am Compi die Datei angepasst wurde, hochladen. (auf keinen Fall mit einem Textprogramm wie Word das heimlich Kode im Hintergrund speicher, sondern mit einem einfachen Kode-Editor, die meisten normalen Editoren gehen dafür auch).
Oder zuerst die alte Datei umbenennen, z. B. in WP-alt-config.php als Sicherung und die neue hochladen an der gleichen Stelle.
Sollte irgendwas schiefgelaufen sein, was hier wohl kaum der Fall sein kann, dann hat man die alte Datei noch zur Hand und nicht unwiderruflich gelöscht bzw. überschrieben.
